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Der Stotterer: Roman
Diogenes Verlag AG (9783257070675) | Charles Lewinsky
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In "Der Stotterer" von Charles Lewinsky spielt der Protagonist mit dem Leser, indem er ihn in Sicherheit wiegt und dann im nächsten Kapitel sofort in Zweifel stürzt. Genauso manipulativ wie der Stotterer mit seinen Briefen, verführt der Autor den Leser durch die Verwendung von Sprache. Sein Stil passt sich der jeweiligen Geschichte an, von Briefen an den Anstaltspfarrer bis hin zu "wahren" Tagebucheinträgen und kleinen Prosastückchen, die als Fingerübungen dienen sollen und in denen Lewinsky sein literarisches Können unter Beweis stellen möchte. Diese Geschichten sendet er dem Pfarrer, der im Namen von Stärckle an einem Literaturwettbewerb teilnehmen soll.
Der Protagonist ist ein Stotterer von klein auf und hatte eine sehr schwere Kindheit in einer Sekte. Dadurch auch eine recht belastete Beziehung zum Glauben, obwohl Bibelzitate immer wieder angebracht werden. Diese wurden ihm als Kind eingetrichert und er hat sie nie vergessen. Der Protagonist ist eine zerrissene und zutiefst gestörte Persönlichkeit, dennoch kommt kaum Mitleid auf. Denn in erster Linie ist er absolut unsympathisch und unmoralisch in fast allem was er tut.
Der Stotterer ist ein Meister des geschriebenen Worts, aber nur des gesprochenen. Denn wie der Titel des Buches schon verrät, versagt er beim Sprechen. Nun sitzt er in der Haftanstalt eine Strafe für seine Betrügereien ab, denn seine Meisterschaft hat er im Unredlichen perfektioniert. Abzockerei per Brief bei Partneragenturen und den Enkeltrick hat er geradezu perfektioniert, aber letztendlich war seine Eitelkeit größer als seine Vorsicht und nun sitzt er ein.
Weil er Stotterer ist, vertraut er ganz auf die Macht des geschriebenen Worts und setzt es rücksichtslos ein, zur Notwehr ebenso wie für seine Karriere. Ein Betrug – er nennt es eine schriftstellerische Unsorgfältigkeit – bringt ihn ins Gefängnis. Mit Briefen, Bekenntnissen und erfundenen Geschichten versucht er dort diejenigen Leute für sich zu gewinnen, die über sein Los bestimmen: den Gefängnispfarrer, den Drogenboss, den Verleger.
Lewinsky weiß definitiv mit Worten und Gefühlen umzugehen. Der Stotterer ist mal eine andere Art von Geschichte, die mir viel Freude beim Lesen bereitet hat. Voller Intelligenz wird hier von einem Gefangenen erzählt, der die Menschen durch Worte manipulieren kann. Ich habe mich teilweise selbst erwischt, wie ich seine Lügenmärchen geglaubt habe und das hat doch was zu sagen. Von mir ist das Buch eine klare Empfehlung.
Ein Wortakrobat und Hochstapler ist er, der Protagonist Johannes Hosea Stärckle aus dem neuen Roman von Charles Lewinsky „Der Stotterer“. Ein unzuverlässiger Erzähler, ein unsympathischer Egomane, der beim Monologisieren ohne Gegenpart sein Umfeld genau so wie den Leser auf die Schippe nimmt. Daran muss man sich beim Lesen zunächst gewöhnen.
Sprachlich ist der Roman ein Meisterwerk, ganz im Sinne der bevorzugten Ausdrucksweise des Stotterers verblüfft Charles Lewinsky mit äußerst genialer Wort- und Satzakrobatik. Viele Passagen haben fast philosophischen Charakter, zumal der Stotterer als ein großer Bewunder von Schopenhauer höchst intelligente und gewiefte Äußerungen tut.
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| Marke | ![]() Die Diogenes Verlag AG ist ein Schweizer Verlag, der 1924 gegründet wurde. Er publiziert vor allem Belletristik, Sachbücher und Kinderbücher. |
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